Albstraße 2
72764 Reutlingen
Tel.: 07121 | 49 11 14
Fax: 07121 | 49 12 81
Stuttgarter Straße 100
72574 Bad Urach
07125 | 9689640
Finkenweg 6
72531 Hohenstein - Bernloch
Tel.: 07387 | 98 63 900
Fax: 07387 | 98 63 908
Die Spiegelung von Knie- und Schultergelenken dient in der Regel nicht nur der Diagnostik von Gelenkerkrankungen, sondern ist regelhaft auf die Behandlung der Gelenkerkrankungen ausgerichtet.
Die Therapie von Meniskuserkrankungen stellt eine der klassischen Indikationen für einen solchen Eingriff dar. Zudem gibt es Erkrankungen, die die Beweglichkeit der Gelenke beeinträchtigen und deren Ursache arthroskopisch behoben werden können (z.B. Einengung des Schulterdaches). Verletzungen, wie z.B. die Kreuzbandruptur, können mittlerweile arthroskopisch gestützt sicher versorgt werden.
Auch wenn diese Eingriffe „minimal-invasiv“ durchgeführt werden, bedarf es nach unserer Ansicht immer einer Rechtfertigung für eine solche Operation. Häufig werden durch einen Behandler oder den Patienten selbst, kernspintomographische Untersuchungen eines Körperabschnittes veranlasst. Bei Nachweis einer Gelenkveränderung wird oftmals rasch und ohne Abwägen der alternativen Behandlungsmöglichkeiten die Indikation für eine Operation gestellt.
Nach unserer Auffassung müssen die Art der Gelenkbeschwerden zu den nachgewiesenen Veränderungen in der Kernspintomographie passen, dazu müssen Krankengeschichte, körperliche Untersuchung und apparativ erhobenen Befunde (z.B. Kernspintomographie) in Einklang zu bringen sein. Das ist nicht immer der Fall. Mehr noch: Manchmal profitieren die Patienten nur kurzfristig von einem solchen Eingriff, eben weil noch andere degenerative Veränderungen die Gelenkbeschwerden mit verursachen. Das sollte der Betroffene vorab wissen.
Unser Ziel ist es, die für den Patienten optimale Behandlungsstrategie zu finden. In eine solche Entscheidung müssen das Alter des Patienten, die berufliche und sportliche Aktivität, die Begleiterkrankungen und der Anspruch des Betroffenen an die körperliche Belastbarkeit einbezogen werden. Sind konservative und operative Behandlungsmöglichkeiten hinsichtlich des mittel- und langfristigen Behandlungsergebnisses gleichwertig, möchten wir gemeinsam mit unseren Patienten die optimale und zielführende Behandlung planen.
Ärztliches Qualitätsmanagement hat zum Ziel sowohl in der Diagnostik wie auch in der Therapie die ständige Verbesserung des Standards anzustreben. Zum einen helfen hierbei die sich entwickelnden Qualitätsvorgaben, zum anderen wird die Qualität über interne Schulungen und externe Kontrollen sichergestellt.
So werden durch externe Qualitätsprüfer die Röntgenleistungen, die sonographischen Untersuchungen, die Instrumentenaufbereitung und die Hygienemaßnahmen geprüft. Hierzu gehören auch die Kontrollen von so genannten nosokomialen Infektionen ( Infektionen im Rahmen von Behandlungsmaßnahmen). Diese sind im Vergleich zur Medizin in der Klinik erfreulicherweise sehr niedrig.
Die medizinische Qualität wird zum einen durch die erforderliche Fortbildungspflicht der Ärzte wie auch durch die freiwillige Teilnahme an Fortbildungsveranstaltungen, an Weiterbildungsmaßnahmen und durch die Teilnahme an Qualitätszirkeln sichergestellt. Ärzte der Praxis gehören dem Weiterbildungsausschuss der Ärztekammer an und sind zu Prüfern angehender Fachärzte in ihrem Fachgebiet berufen.
Die chirurgische Praxis hat sich als Qualitätssicherungssystem die DIN EN ISO 9001: 2008 ausgesucht. Die Wahl dieses Systems erfolgte auf Grund der Bekanntheit der Norm und der damit für viele nachvollziehbaren Struktur der Qualitätssicherung.
Die von uns beauftragte Gesellschaft zur jährlichen Kontrolle ( Audit) der erforderlichen Aufgaben des QM- Systems ist die Fa. i-med- cert GmbH, Persebecker Straße 47, 44227 Dortmund.
Das Führen des Zusatzbezeichnung „Ärztliches Qualitätsmanagement“ erfordert, nach einer Ausbildung, die externe Prüfung.
Die manuelle Medizin ist gerade für funktionelle Beschwerden des Bewegungsapparates ein unerlässliches diagnostisches und therapeutisches Instrument.
Die Weiterentwicklung der deutschen manuellen Medizin hat zunehmend auch dazu geführt, osteopathische Techniken in ihr Behandlungsrepertoire einzubeziehen. Die moderne manuelle Medizin fokussiert sich nicht nur auf einzelne Körperabschnitte, sondern erkennt die Wechselbeziehungen mit anderen verbundenen Strukturen und Regionen des Körpers. Diese Strukturen müssen nicht zwingend direkt benachbart gelegen sein. Dementsprechend können weitere diagnostische Maßnahmen notwendig werden. Die Therapie kann, in Abhängigkeit von der Ausprägung der Fehlfunktionen, unterschiedlich lange Zeit in Anspruch nehmen.
Die Ärzte mit der Zusatzbezeichnung Chirotherapie haben eine entsprechende Ausbildung mit extern abgeschlossener Prüfung.
Das große Fach der Chirurgie hat sich über viele Jahre mit der Aufteilung in mehrere Teilgebiete weiter entwickelt.
Neben Abspaltung der Unfallchirurgie und der Etablierung der Viszeralchirurgie („Bauchchirurgie“), wurde den Ärzten die Möglichkeit gegeben, sich in vielen Subspezialitäten weiterzubilden und die Qualifikation durch Nachweis der Erfahrung, sowie Kenntnis mittels einer Prüfung zu belegen. Die letzte Neuerung betrifft das Gebiet der Unfallchirurgie und Orthopädie: Über viele Jahre war zu beobachten, dass die Ärzte der ursprünglich getrennten Fachgebiete sowohl in ihrer Ausbildung wie auch in ihrem beruflichen Alltag identische Tätigkeitsinhalte bedienten. Deshalb entstand der gemeinsame Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie.
Chronischen Wunden sind häufig mit einer erheblichen Beeinträchtigung des Betroffenen verbunden. Als mögliche Ursachen für chronische Wunden gelten neben der arteriellen Durchblutungsstörung, venöse und lymphatische Erkrankungen aber auch seltenere entzündliche Veränderungen der Gefäße oder Neubildungen der Haut.
Um einen Erfolg der Behandlung zu garantieren, ist im Rahmen der Untersuchung möglichst rasch die Ursache der Wundheilungsstörung zu ermitteln. Dies erfordert neben der Abklärung der Zusammensetzung der Keime in der Wunde, den Ausschluss einer Beteiligung des angrenzenden Knochens und vor allem die farbdopplersonographische Darstellung der Venen und Arterien. Bei unklaren Wundursachen ist zudem eine Probenentnahme aus der Wunde hilfreich, um hiermit durch histologische (feingewebliche) Untersuchungen eine weitere Abklärung zu ermöglichen. Eine weitere häufige Ursache für Ulzerationen am Fuß stellt der Diabetes mellitus dar (siehe auch diabetisches Fußsyndrom).
Das Diabetische Fußsyndrom ist eine komplizierende Erkrankung des Diabetes mellitus, die als Folge einer unzureichenden Kontrolle der Stoffwechselstörung bei allen Formen des Diabetes mellitus auftreten kann.
Bei nicht optimal eingestellten Diabetiker können sich Schädigungen der Nerven (Periphere Polyneuropathie) und auch der arteriellen Gefäße entwickeln. Die oftmals infolge dieser Fehlfunktionen entstehenden Geschwüre am Fuß sind oft Ausdruck des fehlenden Schmerzempfindens und der damit einhergehenden Fehlbelastung des Fußes.
Die Behandlung unserer Patienten mit einem diabetischen Fußsyndrom beginnt mit der Funktionsprüfung der peripheren Nerven und der arteriellen Gefäße. Die Überprüfung der arteriellen Durchblutung gelingt fast immer mittels Farbdopplersonographie. Ist die Durchblutung erheblich eingeschränkt, muss geprüft werden, ob die Durchblutung des Beines durch interventionelle Maßnahmen oder durch eine Operation verbessert werden kann. Dies ist in manchen Fällen notwendig, um den Erhalt des Beines zu sichern.
Die lokale Wundbehandlung erfordert das regelmäßige Reinigen der Wunde (Debridement) und die Entlastung des Fußes (Entlastungsschuh). Besteht eine Infektion, wird die Behandlung durch ein Antibiotikum erforderlich (nach Entnahme einer Probe zur Bestimmung des Keims). Die Wundauflage richtet sich nach dem Wundstadium und der Sekretion aus der Wunde. Für einen Erfolg der Therapie ist auch hier die Kooperation des Betroffenen unerlässlich. Eine optimale Einstellung des Stoffwechsels erleichtert die Wundheilung.
Eine nicht selten auftretende Erkrankung des Knochens findet sich unter anderem auch bei Patienten mit Diabetes mellitus (Charcot‘sche Neuropathie). Diese Erkrankung äußert sich zu Beginn lediglich mit einer leichten Schwellung und Überwärmung des Fußes. Oft wird diese Erkrankung mit einer bakteriellen Entzündung verwechselt. Kennzeichen ist in den meisten Fällen die Schmerzlosigkeit der Erkrankung für die Patienten. Leider ist auch das Röntgenbild in den anfänglichen Phasen der Erkrankung vollständig unauffällig und für den Nachweis dieser Erkrankung in dieser Phase nicht hilfreich (aber erforderlich). Dennoch ist die sofortige Entlastung des Beines notwendig. Wird diese Empfehlung ignoriert, kommt es zu einem Kollaps der knöchernen Strukturen und damit zu einer Verformung des Fußskelettes. Dadurch entstehen nicht selten knöcherne Prominenzen am Fuß, die wiederum aufgrund der vermehrten Druckbelastung in diesen Regionen, Gründe für Geschwüre (Ulzerationen) darstellen können.
Die Farbdopplersonographie hat die konventionelle B-Bild- Sonographie erheblich bereichert. So lassen sich mittlerweile damit Erkrankungen der Venen und Arterien sicher diagnostizieren.
Während vor der Ära der Farbdopplersonographie akute Venenerkrankungen, wie zum Beispiel die venöse Thrombose, nur mittels Röntgendarstellung nachgewiesen werden konnten, gelingt dies in den meisten Fällen nun mit dieser Methode und verhindert damit die Strahlenbelastung des Patienten.
Auch zur Diagnostik der Krampfadererkrankung ist die Farbdopplersonographie unerlässlich. Unmittelbar nach Durchführung der Untersuchung kann die Empfehlung hinsichtlich der Therapiemöglichkeiten formuliert und gemeinsam mit dem Betroffenen die optimale Behandlungsstrategie begründet werden. Für das moderne Verfahren der Radiofrequenzablation der Krampfadererkrankungen verwenden wir dieses Verfahren während des minimal invasiven Eingriffes.
Die Durchblutungsstörung der Beinarterien zeigt sich häufig durch eine schmerzhafte Gehstreckenbegrenzung. Leider ist die Wahrnehmung von Schmerzen nicht immer eine verlässliche Angabe, da bei manchen Erkrankungen, wie z.B. dem Diabetes mellitus, das Schmerzempfinden bei vielen Patienten gestört ist. Somit ist zur Diagnose und zur Verlaufskontrolle der arteriellen Verschlusskrankheit die Farbdopplersonographie ein wichtiges Untersuchungsverfahren.
Chronische Wunden sind sehr häufig durch venöse und arterielle Erkrankungen bedingt. Deshalb muss vor Festlegen der Behandlungsstrategie einer Wundheilungsstörung geprüft werden, ob die venöse bzw. die arterielle Durchblutung für die Abheilung der Wunde ausreicht. Dies gelingt sicher durch den Einsatz der Farbdopplersonographie.
In einer großen Studie konnte belegt werden, dass der Nachweis einer arterielle Durchblutungsstörung ein Indikator für ein generalisiertes Gefäßleiden darstellen kann. Deshalb kann die Farbdopplersonographie auch für eine solche vorsorgliche Untersuchung eingesetzt werden.
Die Fußchirurgie beschäftigt sich gezielt mit den Erkrankungen des Fußes. Häufig manifestieren sich Fehlstellungen der Wirbelsäule, des Beckens sowie der Beinachsen mit oder ohne Beinlängendifferenz durch Beschwerden an den Füßen.
Mit zu den häufigsten Veränderungen gehören jedoch die Ausbildung von Hammer – oder Krallenzehen sowie die Fehlstellung der Großzehe (Hallux valgus). Zur Behandlung der Vorfußdeformitäten gehört hier ebenfalls die Beurteilung des gesamten Fußes sowie des dazugehörigen Beines unter Belastung. Die Alternativen, die zur Therapie der Vorfußdeformitäten möglich sind, reichen von der Rezeptur von verschiedenen Einlagen bis zur Physiotherapie und natürlich letzten Endes auch zur operativen Behandlung.
Vor einer operativen Behandlung wird das Röntgenbild unter Belastung in zwei Ebenen notwendig. Nur hierbei kommt das gesamte Ausmaß der Fehlstellung zur Darstellung. Der operative Eingriff an der Großzehe richtet sich nach der Abweichung des ersten Mittelfußknochens vom zweiten Strahl des Fußes. Hinzu kommt die Beurteilung des körpernahen Gelenkes zu den Keilbeinen. Ist dieses instabil, muss im Rahmen der Operation auch dieses Problem behoben werden. Deshalb wäre es völlig falsch, alle Hallux valgus- Formen mit einer einzigen Operationsmethode behandeln zu wollen. Auch hier ist unser Ziel die maßgeschneiderte Behandlung für den Betroffenen zu erzielen.
Ähnliches gilt auch für die Behandlung der Hammerzehen. Der gesamte Vorfuß, die Länge und die Stellung der Mittelfußknochen, die Beweglichkeit der Fußgelenke und die Länge der Strecksehnen bestimmt das operative Vorgehen. Nur so lassen sich befriedigende Ergebnisse erreichen. In allen Fällen benötigen wir jedoch auch die Mitarbeit unserer Patienten: auch nach dem Eingriff müssen über eine gewisse Zeit Bewegungsübungen und manchmal auch die Dehnung der Zehen erfolgen.
Die gutachterliche Tätigkeit ist eine Aufgabe, die jeder Facharzt als Bestandteil seiner täglichen Arbeit ansieht. Lange berufliche Erfahrung und der interkollegiale Austausch sichern die fachliche Qualifikation. Unsere Ärzte, die für das berufliche Heilverfahren (D- Ärzte) qualifiziert sind, müssen in regelmäßigem Turnus ihre Kenntnisse bezüglich des Gutachterwesens aktualisieren. Zudem sind sie Mitglieder von Qualitätssicherungsausschüssen.
Gerade die Kinderchirurgie ist ein Beispiel dafür, wie sicher und erfolgreich - für den kleinen Patienten sowie die Familie - ambulante Chirurgie sein kann.
Neben den Versorgung der Vorhautverengung und des Hodenhochstandes beim Jungen, können alle Hernien (Bauchwandbrüche : Leistenbruch, Nabelbruch, Narbenbruch) ambulant operiert werden. Die meisten Operationen an der Haut müssen im Kindesalters ebenfalls mit einer speziellen Betreuung der Kinder durchgeführt werden.
Kindliche Knochenbrüche und Verletzungen bedürfen einer speziellen Behandlung: Hierzu sind spezielle Kenntnisse der Röntgenanatomie, der Sonographie und des Wachstums der Knochen in den unterschiedlichen Altersabschnitten unerlässlich. Unsere Ärzte haben sehr viel Erfahrung mit der Behandlung von kindlichen Verletzungen. Zum Erhalt der hohen Qualität dient auch der Qualitätszirkel, der den Austausch zwischen Ärzten der Kinderchirurgischen Kliniken und der ambulant tätigen Kinderchirurgen und Chirurgen sichert.
Buchen Sie jetzt den Termin für Ihr Kind online:
Terminkalender
Die Notfallmedizin ist eine Aufgabe, die Ärzte nur in bestimmten Ausnahmesituationen benötigen. Dennoch sollten, gerade in solch emotional sehr belastenden Situationen, die fehlerfreien Abläufe der Behandlung gewährleistet sein. Unser Team trainiert die Notfallbehandlung zur Wiederbelebung in regelmäßigen Abständen und sichert damit die rasche Therapie, wenn sie denn erforderlich sein sollte.
Wie bereits in der Rubrik „Chirurgie“ beschrieben, haben sich Orthopäden und Unfallchirurgen darauf geeinigt, wegen der breiten inhaltlichen Überschneidung ihres Fachgebietes, einen gemeinsamen Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie zu schaffen. In dieser Ausbildung erhält der Arzt Kenntnisse und Erfahrung in der konservativen und operativen Behandlung der Erkrankungen des Bewegungsapparates.
Sehr häufig betreffen orthopädische Erkrankungen die Wirbelsäule. Die Krankengeschichte und die körperliche Untersuchung begründen die weitere apparative Diagnostik. Nicht immer sind dazu bildgebende Untersuchungen notwendig (wie z.B. die Kernspintomographie). Oft genügt die Überprüfung der Nervenfunktion und der Ausschluss von Erkrankungen, die eine differenziertes, vom klassischen Vorgehen abweichendes Behandlungskonzept erfordern. Nicht alle Erkrankungen, vor allem nicht alle Bandscheibenvorfälle, machen die operative Intervention notwendig.
Degenerative Veränderungen der Gelenke (vornehmlich Hüft-, Schulter- und Kniegelenke) sind ebenfalls häufige Erkrankungen unserer Patienten. Neben der körperlichen Untersuchung benötigen wir oftmals die Sonographie und die Röntgendiagnostik, um die weiteren diagnostischen sowie therapeutischen Schritte einleiten zu können. Die konservativen Möglichkeiten dieser Erkrankungen sind vielfältig, Patient und Arzt sollten gemeinsam das weitere Vorgehen bestimmen. Ansprüche und Wünsche des Betroffenen sind sinnvollerweise gemeinsam kritisch zu prüfen und die Risiken der Interventionen in die Entscheidung einbezogen werden.
Sowohl in der Vorsorge wie auch der Therapie dieser degenerativen Erkrankungen ist die Zusammenarbeit mit unseren Patienten unerlässlich: Viele der degenerativen Erkrankungen lassen sich in ihrer Ausprägung abmildern, wenn wir bereit sind, oftmals nur kleine Veränderungen an unserem Lebensstil vorzunehmen. Dazu gehört vor allem die Bewegung. Ausdauertraining kräftigt das Herz-Kreislaufsystem und führt zu einer Verbesserung des Stoffwechsels. Gezieltes Krafttraining hilft die Gelenke zu stabilisieren und kann muskuläre Dysbalancen beseitigen.
Dennoch benötigen manche Patienten die orthopädische Chirurgie. Die optimale Behandlung macht es erforderlich, die Ziele und Wünsche des Betroffenen in die Entscheidung einzubeziehen. Das Abwägen von Risiken und die gemeinsame Bewertung der möglichen Alternativen mit den Betroffenen und manchmal auch der Angehörigen, sichern eine maßgeschneiderte Behandlung. Mitunter führen operative Eingriffe nur kurzfristig zu einer Linderung, dies sollte der Betroffene wissen (siehe auch Arthroskopie).
Die Spezielle Unfallchirurgie beschäftigt sich noch breiter mit den Verletzungsfolgen. Hierzu gehören insbesondere die Kindertraumatologie und die Rehabilitation nach einer Verletzung. Unsere Ärzte führen auf Grund dieser Qualifikation auch die Bezeichnung „D- Ärzte“. Dies weist sie als besonders geschulte Ärzte aus, um Arbeits- und Schulunfalle zu Lasten der Berufsgenossenschaften behandeln zu dürfen.
Proktologie ist die körperliche Untersuchung und die Spiegelung des Enddarmes oftmals für die Diagnosestellung unerlässlich. Im Rahmen der Untersuchung können, wenn vom Patienten gewünscht, bereits operative Interventionen durchgeführt werden.
Unerlässlich ist jedoch, bei einer entsprechenden Neigung zur Ausbildung von Hämorrhoiden, über eine Sekundärprävention das Fortschreiten der Erkrankung zu verhindern. Dies gelingt oftmals durch eine Änderung des Lebensstils. Auch hier erreicht man eine vermehrte Bewegung, die reichliche Aufnahme von Flüssigkeit und die ballaststoffreiche Ernährung oftmals eine Befundbesserung.
Ungeklärte Blutbeimengungen im Stuhl bzw. Blutauflagerungen sollten Grund für eine weitere Abklärung darstellen.
Ärzte mit der Zusatzbezeichnung Proktologie haben nach der Weiterbildung eine externe Prüfung abgeschlossen.
Die Röntgendiagnostik stellt weiterhin einen wichtigen Baustein in der Diagnose von Erkrankungen dar. Moderne Röntgenfilter und optimierte Röntgeneinstellungen haben zu einer deutlichen Reduktion der Strahlung geführt. Um auch die verbliebene Strahlenbelastung gering zu halten, empfehlen wir allen unseren Patienten einen Röntgenpass zu führen.
Damit werden unnötige und wiederholte Röntgenaufnahmen eines Körperabschnittes vermieden. Entsprechend des Zieles, die radiologische Diagnostik auf das erforderliche Mindestmaß zu beschränken, ist es ärztliche Aufgabe und unser Wunsch, die rechtfertigende Indikation vor dem Anfertigen eines Röntgenbildes zu prüfen. Moderne Verfahren können im Einzelfall die Röntgendiagnostik ersetzen. Hierzu zählen die Sonographie und das MRT (Magnetresonanztomographie).
Voraussetzung für jede apparative Diagnostik ist das Wissen um die möglichen, sprich wahrscheinlichsten Erkrankungen im vorliegenden Behandlungsfall. In Verbindung von Anamnese (Krankengeschichte, Unfallmechanismus) und dem körperlichen Untersuchungsbefund können die weiteren Diagnoseschritte geplant werden. Dies ist eine gemeinsame Entscheidung von Patient sowie dem behandelnden Arzt und berücksichtigt zudem die aktuellen Behandlungsrichtlinien.
Alle Ärzte und die im Röntgenbereich tätigen Medizinischen Fachangestellte verfügen über die erforderlichen Sach- bzw. Fachkunde. Die Aktualisierung dieser Kenntnisse wird im Turnus von 5 Jahren von externem Fachpersonal durchgeführt und die Kenntnisse mittels einer Prüfung validiert.
Sonographie: Abdomen, Gelenke, Weichteilsonographie, Fraktursonographie.
Die Weiterentwicklung der Ultraschallgeräte und der Ultraschallköpfe haben zu einer Optimierung der Ultraschalluntersuchung beigetragen. Damit ist uns ein Untersuchungsverfahren an die Hand gegeben, das uns die rasche Diagnose von Erkrankungen wie z.B. der Sehnen (Schulter, Knie) oder der Muskulatur ermöglicht.
In manchen Fällen benötigen wir die Ultraschalluntersuchung zur Behandlung von Erkrankungen (Kontrolle der konservativen Therapie der Achillessehnenrisse). Unklare Weichteilveränderungen lassen sich mit dem Einsatz der Sonographie eingrenzen und erlauben damit eine weitere zielgerichtete Diagnose und Therapie. Wir sehen die Ultraschalldiagnostik für uns als wichtiges Instrument an, um möglichst ohne Belastung und Zeitverlust für unsere Patienten zu einem Diagnose- und Therapieplan zu gelangen.
Die Ärzte sind haben für die unterschiedlichen Sonographieuntersuchungen spezielle und extern geprüfte Qualifikationen.
Sportmedizinische Kenntnisse sind in der Vorsorge und der Therapie von sportartspezifischen Verletzungsmuster hilfreich. Durch die Zunahme der Vielfalt der schon in jungen Jahren praktizierten Sportarten, betreuen wir eine Vielzahl von Personen nach einer Verletzung im Sport.Hier sind die Kenntnisse der Bewegungsabläufe bei der spezifischen Sportart notwendig, um die Verletzungen nicht nur an den knöchernen Strukturen, sondern auch den Weichteilen sicher erkennen zu können. Kinder und Jugendliche benötigen häufig eine differenzierte Behandlung, da hier der wachsende Körper einer besonderen Beachtung bedarf. Die Kooperation mit ebenfalls sporttherapeutisch ausgebildeten und erfahrenen Physiotherapeuten sichert den Erfolg und garantiert die rasche Rückkehr zum Sport.
Venenerkrankungen gehören zu den häufigsten Ursachen von Beinbeschwerden. Dabei unterscheiden wir akute von chronischen Erkrankungen. Zu den akuten Erkrankungen gehört neben der oberflächlichen Venenentzündung die tiefe Beinvenenthrombose.
Die Beschwerden, die diese Krankheitsbilder begleiten, sind manchmal sehr gering ausgeprägt und benötigen deshalb in Ergänzung zur körperlichen Untersuchung die Farbdopplersonographie der Venen. Hiermit können in den meisten Fällen die Durchgängigkeit und die Funktion der tiefen Venen geprüft werden und machen damit die Röntgen Darstellung der Venen unter Verwendung von Kontrastmittel überflüssig. Im Falle des Vorliegens einer oberflächlichen Venenentzündung bzw. einer tiefen Beinvenenthrombose kann sofort mit der Therapie begonnen werden.
Zu den chronischen Beschwerden der Venen gehören die Erkrankungen der oberflächlichen Venen (Krampfadern). Hierbei liegt eine Funktionsstörung der Venenklappen vor, wodurch das Blut nicht mehr gerichtet dem Herzen zugeführt wird, sondern im Sitzen und Stehen in die Venen des Beines zurückfließt, der dadurch entstehende Druck diese zunehmend erweitert und eine äußerlich sichtbare Schlängelung der Venen verursacht. Bei fehlender Behandlung erzeugt der zunehmende Druck auf die Haut und das Weichteilgewebe einen Elastizitätsverlust der Haut, führt zu farblichen Veränderungen der Haut und lässt letztlich ein Geschwür(Ulcus) entstehen. Dies zu verhindern ist Aufgabe des Phlebologen und erfordert die funktionelle Untersuchung der Beinvenen mittels der Farbdopplersonographie.
Neben der konservativen Therapie der Venenerkrankungen mittels Kompressionstherapie, sind die operativen Maßnahmen und die Sklerosierung probate Mittel zur Behandlung der oberflächlichen Venen. Die Therapie der Venenerkrankungen hat mittlerweile einen wichtigen Schritt vollzogen. Während früher zwingend die Einmündung der Stammvenen über einen offenen operativen Zugang dargestellt werden musste, gelingt es heute durch so genannte endoluminale Verfahren die klappendefekte Stammvene, mit den oben beschriebenen negativen Auswirkungen auf die Haut, auszuschalten. Diese Eingriffe können beidseitig, in Lokal- oder Allgemeinanästhesie und sogar bei Patienten mit einer medikamentös durchgeführten Gerinnungshemmung erfolgen. Manche Krankenkassen übernehmen die Kosten für diese fortschrittliche neue Methode nicht, in diesen Fällen ist die klassische Operation (Stripping) durchzuführen. Zur Behandlung der erkrankten Seitenastvenen eignet sich die Verödung (Sklerotherapie).
Bei Patienten mit chronischen Wunden stellen Venenerkrankungen nicht selten die Ursache der Wundheilungsstörung dar. Hierbei ist es wichtig zu differenzieren, ob die Venenerkrankung ausschließlich das oberflächliche Venensystem und /oder das tiefe Venensystem ebenfalls betrifft. Nach der Differenzierungen der vorliegenden Ursachen der Wundheilungsstörung gelingt häufig die Abheilung und damit der Verschluss der Haut. Manchmal ist hier eine operative Maßnahme erforderlich.
Die Viszeralchirurgie beschäftigt sich vornehmlich mit den Erkrankungen des Bauchraumes. Kenntnisse und Erfahrung mit diesen Erkrankungen machen eine rasche Diagnose und damit eine rechtzeitige Behandlung möglich. Dies ist z.B. bei akuten Erkrankungen, wie z.B. der Blinddarmentzündung (Appendizitis) unerlässlich.
Mit zu den häufigsten Operationen (auch bei uns) zählen die Eingeweidebrüche (Hernien). Dabei differenzieren wir die sehr häufigen Leisten- und Nabelbrüche von den Narbenbrüchen sowie anderen, an seltenen Lokalisationen auftretenden Brüchen. Der deutsche Begriff Bruch ist leider irreführend, da er dem Laien nahe legt, dass hier das Gewebe im Rahmen eines einmaligen Ereignisses „gebrochen“ ist. Tatsächlich handelt es sich bei den Hernien (Brüchen) im Erwachsenenalter um eine „Schwäche“ des Bindegewebes, das nach und nach die Vorwölbung der Bauchwand an unterschiedlichen Regionen erzeugt. Zur Diagnose der oft kleinen Eingeweidebrüche verwenden wir häufig die Untersuchung mittels Ultraschall. Hierbei können wir neben der Lokalisation der Brüche auch die Größe der Bruchlücke und andere Erkrankungen der Region darstellen (in der Leiste finden sich oft vergrößerte Lymphknoten, Schleimbeutel, Schwellung der Gelenkkapsel etc.). Heutzutage verwenden wir bi der operativen Versorgung der Hernien im Erwachsenenalter ein Netz, um die Bauchwand zu verstärken und um damit das Wiederauftreten eines Bruches an dieser Stelle möglichst zu verhindern.
Von den Hernien im Erwachsenenalter sind die kindlichen Brüche zu differenzieren. Sie sind angeboren und regelhaft ohne zusätzliche Netzimplantation zu versorgen (siehe Kinderchirurgie).
Die Proktologie ist ebenfalls ein Teilgebiet der Viszeralchirurgie und beschäftigt sich mit den Erkrankungen des Enddarmes (siehe Proktologie).
Beschwerden im Bereich der Beine und Füße sind eine der häufigsten Gründe, weshalb Patienten unsere Praxis aufsuchen. Die Ursachen für diese Beschwerden können zum einen lokal im Bereich der Beine und Füße zu suchen sein, in anderen Fällen können als Auslöser dafür, Erkrankungen der Wirbelsäule oder Fehlstellungen des Beckens und der Gelenke verantwortlich zeichnen. Krankhafte Veränderungen an den Beinen können durch sämtliche Gewebestrukturen begründet sein. Dazu zählen nicht nur Muskeln, Sehnen und Nerven, sondern auch Gefäße (Arterien, Venen, Lymphgefäße).
Zur Darstellung der Venen und Arterien verwenden wir zunächst die Farbdopplersonographie. Zusätzlich führen wir die Lichtreflexionsrheographie als Funktionsuntersuchung der Venen durch.
Zur Abschätzung des Ausmaßes der arteriellen Durchblutungsstörungen erfolgt neben der farbdopplersonographische Untersuchung die arterielle Verschlussdruckmessung. Hierbei wird der Verschlussdruck in den Beinarterien in Bezug zum Verschlussdruck der Armarterien gesetzt. Unabhängig zum Wert des Bemessung für die arterielle Durchblutungsstörung und die gegebenenfalls notwendige Therapie dieser Erkrankung, hat sich in großen Untersuchungen gezeigt, dass sich dieses Untersuchungsverfahren dazu eignet, einen wichtigen Beitrag in der Erkennung einer generalisierten arteriellen Durchblutungsstörungen zu leisten. In der genannten Studie zeigte sich, dass Patienten mit einer arteriellen Durchblutungsstörungen häufig auch Erkrankungen der Herzkranzgefäße und der arteriellen Gefäße des Gehirns aufweisen. Wenn es gelingt bei Nachweis einer arteriellen Durchblutungsstörungen des Beines rechtzeitig auch die Erkrankung der anderen Arterien zu erkennen und vor allem zu behandeln, kann es damit gelingen fatale Folgen zu verhindern (Herzinfarkt, Schlaganfall).

